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Auf dieser Seite finden Sie allg. Tipps zum Verarbeiten unserer Schnitte


Zeichenerklärung und Grundsätzliches
Wichtig! Wenn mit Ihnen nichts anderes abgesprochen wurde, enthält der Schnittbogen bereits die Nahtzugaben. Wenn Sie damit nicht zurecht kommen, können Sie den Schnitt auch an den inneren Linien ausschneiden und wie gewohnt "Ihre" Nahtzugaben zugeben!


Tel: 04948-99299-50 / Fax: 04948-99299-54/ mail:
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Webkante

Die Webkanten befinden sich an den äußeren Seiten des Stoffes. Bei der Herstellung wird der Stoff an diesen Kanten fixiert. So kommen die kleinen Nadelpunkte zustande.
Beim Weben unterscheidet man die Kettrichtung (parallel zur Webkante)
und die Schußrichtung (im re. Winkel zur Webkante)!
Grundsätzlich ist der Stoff in Kettrichtung am stabilsten und deshalb ist das der gebräuchlichste Fadenlauf (siehe Zeichnung). Es gibt aber manchmal Gründe die einen anderen Fadenlauf vorschreiben. (z.B. querelastische Stoffe).
Im schrägen Fadenlauf haben die Stoffe am wenigsten Halt, deshalb werden z.B. Tellerröcke, die so zugeschnitten sind auch unten immer länger, wenn man sie ein Weilchen aufhängt.
Links
(Li)

Die linke Warenseite ist die Seite, die beim bei dem fertig genähten Teil innen liegt.
Meistens ist es die Seite die eher unattraktiv aussieht.
Wenn Ihnen diese Seite aus irgendwelchen Gründen aber besser gefällt können Sie natürlich auch diese für außen benutzen. Allerdings gibt es viele Stoffe, die eine bestimmte Sonderbehandlung, z.B. Beschichtungen, Veredlungen o.ä. nur auf der rechten Warenseite haben. Das sollten Sie beachten.
Es gibt Stoffe, bei denen beide Warenseiten gleich aussehen. Besonders da ist es wichtig sich die Warenseiten zu kennzeichnen, da beim doppelten Zuschneiden ja zwei gegenüberliegende Seiten entstehen . (Falls Sie zwei linke Arme oder Beine haben ist dieser Grundsatz natürlich außer Kraft gesetzt!)

Rechts
(RE)


Die rechte Warenseite, ist die Seite, die beim fertigen Kleidungsstück die Außenseite ist.
Zusätzlich kann man die beiden Warenseite auch durch die kleinen Nadelstiche in den Webkanten bestimmen. Beim Veredeln wird der Stoff , wenn er über die Walzen läuft mit kleinen Nadeln fixiert.
Diese Nadeln sind spitz zulaufend geformt. Da ja meist nur die rechte Stoffseite veredelt wird, also oben liegt sind die Löcher auf der rechten Warenseite kleiner und bilden kleine Krater.
Nahtzugabe
(NZ)

NZ= Nahtzugabe; Jedes Schnittteil hat eine normale Umrißlinie und ringsherum werden an den Kanten die irgendwie zusammengenäht werden müssen Nahtzugaben zugegeben.
!Wenn Sie Schnitteile um z.B. zur Überprüfung von Länge o.ä. aneinanderlegen, die schon Nahtzugaben dran haben passen diese unter Umständen nicht zusammen!
Versuchen Sie Folgendes: Schneiden Sie sich aus Papier ein Dreieck zu. Schneiden Sie dieses Dreieck an einer beliebigen Stelle auseinander und kleben Sie sich an diesen eben auseinandergeschnittenen Linien je 1cm Nahtzugabe an. Legen Sie die Teile wieder zusammen. Was passiert..?
Falten Sie die Nahtzugaben weg und legen Sie die Nählinien wieder aneinander. Haben Sie verstanden?
Normalerweise beträgt die Nahtzugabe 1cm, wenn nicht ausdrücklich etwas anderes vermerkt ist. Wenn Sie für sich persönlich mehr Nahtzugabe benutzen, können sie sich diese anzeichnen und mit Knipsern kennzeichnen (siehe unten).
Ärmeleinsatzpunkt
(ÄE)

Äe=Ärmeleinsatzzeichen; am Ärmel und am Vorder-u. Rückteil befinden sich Passzeichen (siihe Zeichnung). Beim Einnähen des Ärmels in das fast fertige Oberteil müssen diese Passzeichen übereinstimmen. Es gibt den vorderen (vo.)ÄE und einen hinteren (hi.)ÄE.
Fadenlauf
(FDL)
FDL=Fadenlauf Pfeil zeigt an in welche Richtung der Papierschnitt in Bezug auf die Webkante aufgelegt werden soll.
Senkrechter Strich bedeutet parallel zur Webkante; waagerechter Strich bedeutet im re. Winkel zur Webkante. Es gibt auch schräge Fadenläufe (meist 45° zur Webkante)

Bruch

wenn irgend etwas im Bruch zugeschnitten werden soll, bedeutet das, das man den Stoff 1x in der Mitte faltet >meist wird Webkante und Webkante aufeinandergelegt. Der entstehende Falz ist die Bruchkante .
Der Sinn ist der das man z.B. in der Vorderen oder Hinteren Mitte keine Naht haben will (einfaches T-Shirt o.ä.). Man erhält zwei "gleiche" gegenüberliegende Seiten, die in der Mitte verbunden sind.
Deshalb wird an der Bruchkante auch keine Nahtzugabe zugegeben, denn die Teile sind ja schon verbunden.
Vordere Mitte
(V-M)
V-M =Vordere Mitte.
Diese Linie enspricht der Linie, die entstehen würde, wenn man sich einen senkrechten Strich genau in der Hälfte seines Körpers zeichnen würde.
Der Schnitt ist oft nur für halbe vordere oder hintere Körperhälfte konstruiert.
Die richtige Anzahl von Schnittteilen erhält man erst, wenn man beim Zuschnitt Webkante auf Webkante legt und so zwei gegenüberliegende Seiten erzeugt.
Manchmal kommt es vor, das von dieser vorderen Mitte aus noch mehrere Zentimeter man sagt "angeschnitten" (denn das Stück Stoff wird ja gleich dran geschnitten) nach re. oder li. werden.
So z.B. bei Knopfleisten an Jacken, oder beim Reissverschluß bei Hosen.
Besonders in diesen Fällen muß die Vordere Mitte mit einem Knipser gekennzeichnet werden.
Hintere Mitte
(H-M)
H-M=Hintere Mitte
wie Vordere Mitte
An der hinteren Mitte werden z.B. Schlitze für Röcke oder Falten in Mänteln angeschnitten.
Einlagen Vlieseline/Gewebeeinlage/ Fixiereinlage
Vlieseline dient dazu bestimmte Stoffteile zu stabilisieren oder dem Teil etwas mehr Stand zu verleihen (z.B. Hemdenkragen, Knopfleisten..)
Wichtig ! Auch Vlieseline hat einen Fadenlauf. In Kettrichtung ist er am formstabilsten. Ziehen Sie doch einmal ein Probestück in verschiedene Richtungen, dann werden Sie das merken.
Es gibt Vlieseline in verschiedenen Stärken . Je nach Stoff und erwünschten Effekt sucht man sich die passende heraus (siehe auch Internet -Warenshop)
Vlieseline ist mit einer Klebeseite behandelt, die man mit dem Bügeleisen aufbügeln kann (ohne Dampf 6-12s). ! Nach dem aufbügeln flach auskühlen lassen, das Stoffstück verzieht sich sonst!
Es gibt noch andere Gewebeeinlagen die man aufbügeln kann .
(Merke!: Vlieseline ist eine Art plattgewalzte Masse; Gewebe ist gewebt)
Untertritt/ Obertritt Untertritt /Obertritt
Das ist ein Teil eines bestimmten Schnitteiles, das an die vordere oder hintere Mitte entweder angeschnitten (also gleich am Schnitteil dran) oder zusätzlich angenäht werden muß.
Wenn man eine Jacke zuknöpfen möchte muß zu jeder Seite der vorderen Mitte einige Zentimeter Stoff vorhanden sein, damit Knöpfe und Knopflöcher angebracht werden können. Bei einer Hose muß ein Stück Stoff am Bund vorhanden sein um die Hose zuknöpfen zu können.
Sehen Sie sich das an fertigen Kleidungsstücken an!
Obertritt ist immer der, der am fertigen Kleidungsstück oben liegt , Der Untertritt liegt wie der Name schon sagt .... .
Oberstoff
(OS)
Bezeichnet den Stoff aus dem die äußere Hülle des Kleidungstückes besteht.
Aber auch innenliegende Teile, das sog. Futter können aus Oberstoff bestehen.
Futter
(FU)
Futter
Futter ist immer der Teil des Kleidungsstückes der innen liegt.
Nicht alle dieser Teile müssen aus den sog. Futterstoffen (Acetat, Futtertafte...) sein. Oft ist es auch so, das einige Teile aus dem Stoff gefertigt werden, aus dem auch der Außenstoff ist.
Grundsätzlich sollten Sie darauf achten, dass das Futter nie schwerer als der Oberstoff ist. Wenn Sie elastische Stoffe benutzen sollte auch das Futter elastisch sein.
Der Futterschnitt muß immer größer sein als der "Außenschnitt", damit das Futter nicht zieht. In den Schnitten unserer Firma sind die Futterschnitte einzeln aufgeführt und Mehrweite ist bereits fertig integriert. Bei den meisten anderen Schnitten müssen Sie sich das Futter aus den Oberschnittteilen herauskopieren und die Mehrweiten anzeichnen.
Bund Bund
Der Bund ist z.B. ein extra Teil der Hose - das schmale Band an dem sich die Gürtelschlaufen befinden. Der Bund kann aber auch der obere Abschluß eines Rockes sein, der die Taille umschließt.
Belege Belege
Belege sind immer Stoffteile aus Oberstoff. Sie gehören zu den innenliegenden Stoffteilen (also zum Futter). Sie haben den Sinn bestimmten Teilen des Kleidungsstückes mehr Festigkeit zu geben und zu verhindern das der echte dünne Futterstoff nicht sichtbar wird, wenn z.B. eine Jacke offen getragen wird. Typische Belege befinden sich an Jacken (Innenseite der Knopfleiste); an Röcken der innere Rand des Bundes. !Sehen Sie sich verschiedene Kleidungstücke an!
Nahtreissverschluss Nahtreissverschluß
Dieser spezielle Reißverschluß wird zum fast unsichtbaren Verschließen von Röcken, Damenhosen (seitl. Verschluß), Kleidern benutzt. Dieser Reißverschluß hat eine Menge Vorteile, deshalb sollten Sie ihn unbedingt mal ausprobieren.
* unsichtbar von außen
* leicht einzunähen
* nur 1cm Nahtzugabe
* kein Untertritt nötig
* Futter leicht von innen anzunähen
Man braucht dazu noch ein spezielles Nähfüßchen, das kostet ca. 6EUR und paßt an alle handelsüblichen Nähmaschinen. Der Verpackung liegt eine Beschreibung bei, die man nicht besser hätte erklären können. Im normalen Handel ist er oft nicht erhältlich, aber natürlich in unserem Internet-Warenshop.
Ärmel Ärmel
Grundsätzliches >Die Armkugel wird in der Schnittentwicklung in 3 Teile geteilt
*Ärmelbereich der unter der vorderen Achsel liegt (Vorderärmel)>die Rundung ist tiefer ausgestochen als beim Hinterärmel; Tip:fühlen Sie die Sehne im vord. Achselbereich, wenn die Kurve flach laufen würde, reibt der Ärmel an dieser Stelle
* Ärmelbereich über der Schulter >die Strecke dieses Bereiches ist länger, als die Strecke die im Armloch dafür vorgesehen ist - "man sagt er enthält Mehrweite"
* Ärmelbereich der unter der hinteren Achsel liegt (Hinterärmel) >die Rundung verläuft flacher als im Vorderärmel
!Auf keinen Fall dürfen Sie am Ärmel Teile abschneiden oder wegnähen, damit er ins Armloch passt!
Es gibt verschiedene Ärmelformen:
a) einen einfachen Ärmel, der in weite Teile wie T-Shirts oder Pullover eingenäht wird. Er hat meist eine flache Kugel und der Ärmelbereich über der Schulter enthält oft keine Mehrweite.
b) den Einnahtärmel, er besteht aus nur einem Schnittteil und wird z.B. in Etuikleider, schmale Blusen eingenäht. Der Kugelbereich über der Schulter enthält Mehrweite (2-4cm)
c) Der Zweinahtärmel besteht aus zwei Schnitteilen, die zusammengenäht werden müssen. Es ist der klassische Ärmel für Blazer und Jackets. Der Kugelbereich enthält Mehrweite ca. 2-4cm. Der Unterschied zum Einnahtärmel ist die bessere Passform. Wenn der Ärmel zusammengenäht ist, verläuft er im Ellenbogenbereich in einer leicht geknickten Form.
Tip: Stellen Sie sich seitlich vor den Spiegel und beobachten Sie die Form Ihres Armes. Wie Sie feststellen, verläuft er keineswegs gerade sondern ist im Ellenbogenbereich abgeknickt.
Wie man die Mehrweite eines Ärmel "einhält", also passend macht, lesen Sie bitte in einem Nähanleitungsbuch nach oder rufen Sie uns an/ mailen Sie uns.
   
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