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Vorbereitung Auf jeden Fall sollten Sie eine dünne Nadel (Stärke 65-70)/ Nadel mit Rundspitze benutzen. Die meisten dieser Stoffe haben sehr dicht aneinanderliegende, dünne Fäden. Wenn die Nadel versucht zwischen diese engen Zwischenräume zu dringen, verusachen dicke oder spitze Nadeln eine Beschädigung eines Fadens und somit eine 'Laufmasche'. Nadeln mit Rundspitze verdrängen den Faden leicht, ohne ihn zu verletzen. Verwenden Sie eine zu dicke Nadel entstehen auch unschöne Einstichlöcher, die sich nicht mehr schliessen oder dicker sind als der Faden, der es füllt. (Alle diese Effekte können aber auch bei anderen dicht gewebten Stoffen mit sehr dicht eingestellten Fäden/ oder glatten, glänzenden Oberflächen (Satins, Popeline..) durch falsche Verarbeitung oder optische Veränderungen herbeigeführt werden) Als Nähfaden sollten Sie einen sehr dünnes, hochwertiges Garn benutzen (Stärke 150, Markengarn). Wie auch bei den Nadeleinstichen, verdrängt auch der Faden das Gewebe und kann optisch eine unschöne Naht erzeugen. Hochwertige Garne haben gute Gleiteigenschaften. Falls Sie den Anpreßdruck Ihres Nähfüsschens einstellen können, stellen Sie Ihn so ein, daß er so gering wie möglich ist. Da diese Stoffe oft eine glatte Oberfläche besitzen, rutschen Sie umso leichter, je höher sie von oben zusammengepreßt werden. Als Stichlänge sollten Sie anfangs 4 Stiche/cm einstellen. Verringern Sie die Fadenspannung soweit es das Stichbild zuläßt! Durchsuchen Sie das Zusatzzubehör Ihrer Nähmaschine! Es gibt für beschichtete Stoffe z.B. Rollenfüßchen/ Teflonsohle oder Transportplatten mit ganz kleinen Transportzähnchen Wenn Sie die Möglichkeit haben nähen
Sie auf einer Nähmaschine, die nur geradeaus Nähte
bilden kann, da die Öffnung im Transporter im Gegensatz
zu Zick-Zack- Maschinen dort nur ein kleines Einstichloch
vorsieht. Bei größeren Öffnungen besteht die Gefahr,
dass die Maschine den Stoff tief hineinzieht ('frißt')
und so eine Trichterbildung erzeugt. Wie bei jedem nähen, sollten Sie
vor dem Beginn an Stoffresten testen, welche
Einstellungen/ Garn sie einstellen/ benutzen um das beste
Stichbild zu erreichen. |
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ZUSCHNITT Falls es die Musterung zuläßt, kann man die Schnittmuster um 2-3° im Verhältnis zur Kettrichtung versetzt auflegen. Das bewirkt auch beim Nähen, das die Nadel besser in das meist sehr dichte Gewebe eindringen kann. Ansonsten sollten die Schnittmuster wie gewohnt in Richtung des Fadenlaufes (also parallel zur Webkante) verlaufend aufgelegt werden. Bei sehr glatten
Materialen/ Folien gibt es manchmal Probleme weil die
Schneiderkreide nicht oder schlecht haftet. Sie können
die Umfangslinien (!nicht die Nählinien)
auch mit Bleistift o.a. Stiften umranden.
Testen Sie aber auf jeden Fall ob und
wie sich der Stift entfernen läßt oder ob er vielleicht
verschmiert. |
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BÜGELN/ EINLAGE/ FUTTER Fast alle dieser Materialien lassen sich problemlos mit 2** Bügeln. Testen Sie an Stoffresten die Empfindlichkeit des Stoffes. !Vorsicht bei Glanzbeschichtungen/ aufgedampfte Folien: diese Oberflächen sollten natürlich keinesfalls in direktem Kontakt mit der Bügelsohle kommen. Immer Tuch zwischenlegen oder nur von links bügeln. Einige dieser Stoffe haben auch auf der Innenseite eine glatte Oberfläche, die sich auflädt oder anklebt. Hier sollten Sie eine Art Netzstoff/ Netzfutter zwischenarbeiten oder lose anhängen. Die meisten Stoffe bestehen aber aus mehreren Lagen, sodass innen eine angenehme Oberfläche verwendet wird. Füttern ist hier nicht nötig. Benutzen
Sie Einlage, die auch bei niedrigen
Temperaturen gut mit dem Untergrund verklebt (Einlage
für Leder/ Fixiereinlage aus unserem Warenshop...).
Testen Sie einige kleine Stücke, lassen Sie sie auskühlen
und prüfen Sie ob sich die Einlage ablöst/ entfernen läßt. |
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Pflege Die meisten dieser Stoffe
lassen sich problemlos bei 30° (am
besten mit Feinwaschmittel) waschen. Da
viele dieser Stoffe kaum Wasser aufnehmen können,
brauchen sie nur leicht oder gar nicht geschleudert
werden. Vorteil: meist sind Sie schon nach kurzer Zeit
trocken. Oberflächenverschmutzungen bei
aufgedampften Folien kann man meist mit einem Schwamm,
warmen Wasser und milder Seife reinigen. Schneiden Sie
sich kleine Proben (z.B. 10x10cm)
zurecht. Übergießen Sie diese mit heißem
Wasser, knüllen Sie den Stoff und reiben Sie
auf der Oberfläche. Schon so können Sie oft ermitteln
wieviel oder ob der Stoff einläuft, abfärbt oder seine
Oberfläche verändert. |
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Haben Sie schon selbst Erfahrungen bei der Verarbeitung gemacht? Möchten Sie Sie darüber auf dieser Seite berichten oder Tipps geben? Dann schreiben Sie uns! |
Quellen: Damen-Rundschau 05/2001 (Beitrag von Dipl.-Ing. R.Heckner/ Fa. Gütermann)
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